Wir blicken  durch seit 1905
Telefon 06084 420

Mit energetischer Sanierung Steuern sparen

Etwa 40% unseres Energieverbrauchs fallen auf den Gebäudebereich, was ca. 1/3 unserer Treibhausgasemissionen ausmacht. Einer der Haupt-Energiefresser ist das Beheizen unserer Wohn- und Arbeitsräume. Besonders großes Einsparpotential findet sich demnach in der Sanierung veralteter Gebäude.

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung wurde die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen durch das Bundeskabinett beschlossen und gilt seit 01.01.2020.

Es besteht also die Möglichkeit, durch den Umstieg auf energieeffiziente Produkte einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig damit Geld zu sparen. Der Austausch von Fenstern oder Außentüren gehört ausdrücklich zu den förderfähigen Maßnahmen des Klimaschutzpakets.

Voraussetzungen

Was wird gefördert?

Gefördert wird u.a. die energetische Sanierung – zu der auch der Austausch von Fenstern und Türen zählt –  der Eigentumswohnung, des Einfamilienhauses, des Doppelhauses, alle älter als 10 Jahre und vor allem selbstbewohnt. Eine Ausnahme bilden Gebäude mit einer gemischten Nutzung: im selbstgenutzten Wohnhaus gibt es noch eine vermietete Einliegerwohnung. Hier ist eine Aufteilung der Sanierungsmaßnahmen sinnvoll, da die Maßnahmen für den selbstgenutzten Teil förderfähig sind.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Zunächst muss das begünstigte Objekt in der EU liegen und bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre sein, wobei hier der Baubeginn des Objekts relevant ist.
  • Der Steuerpflichtige muss, solange er die Ausgaben geltend macht, auch selbst in dem Objekt wohnen.
  • Die Baumaßnahmen müssen nach dem 31. Dezember 2019 begonnen haben und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sein.
  • Der U-Wert (Dämmwert, in W/(m²K)) der Außenwand und des Daches ist kleiner als der U-Wert der neuen Fenster und Balkon- und Terrassentüren.
  • Neue Fenster, Balkon- und Terrassentüren haben einen U-Wert von maximal 0,95 W/m²K, bzw. bei barrierearmer oder einbruchhemmender Ausführung (mindestens RC 2) von höchstens 1,1 W/m²K.
  • Die neuen Außentüren beheizter Räume haben einen U-Wert von maximal 1,3 W/m²K.
  • Die Sanierung muss von einem Fachunternehmen ausgeführt werden, das die korrekte Umsetzung der Maßnahmen bescheinigt und eine ordentliche Rechnung dafür ausstellt. Wir stellen Ihnen gerne eine Bescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster zur Vorlage beim Finanzamt zur Verfügung.

Wie werden energetische Sanierungen steuerlich abgesetzt?

Absetzen können Steuerpflichtige die Kosten für eine energetische Maßnahme erstmals in dem Kalenderjahr, in dem die Sanierung abgeschlossen wird. Dazu reichen Sie einfach bei der privaten Einkommenssteuererklärung unsere Rechnung und die von uns ausgestellte Bescheinigung ein. Eine vorherige Antragsstellung ist nicht notwendig.

Ist das Objekt förderfähig, da alle oben genannten Voraussetzungen in vollem Umfang erfüllt sind, erfolgt die Erstattung im Rahmen der folgenden drei Einkommensteuererklärungen:

  • In den ersten beiden Kalenderjahren je 7% der Aufwendungen, höchstens jedoch je 14.000 €
  • Im dritten Kalenderjahr weitere 6% der Aufwendungen, höchstens jedoch 12.000 €

Insgesamt kann also für jedes Objekt ein Förderbetrag in Höhe von 20% der Aufwendungen – höchstens jedoch 40.000 € im Laufe von drei Jahren nach Abschluss der Sanierung abgesetzt werden.

Was müssen Sie beachten?

Bitte beachten Sie: Der Höchstbetrag umfasst die Summe aller energetischen Maßnahmen und kann beispielsweise bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen oder einer Kernsanierung überschritten werden.

Aber Vorsicht: Steuerermäßigungen sind nur möglich, wenn die Aufwendungen für die energetische Sanierung nicht schon als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, sonstige Steuerbegünstigung oder -ermäßigung, beispielsweise als öffentlich geförderte Maßnahme, berücksichtigt worden sind. Das bedeutet, dass auch eine Kombination von KfW-Förderungen und dieser Steuervergünstigung NICHT möglich ist.

Und: Die Erstattung ist eine Ermäßigung auf die Einkommenssteuer. Wenn Ihre Steuerschuld geringer ist als die Höhe der Erstattung, kann der Zuschuss von Ihnen nicht vollumfänglich, im schlimmsten Fall gar nicht genutzt werden. In diesem Fall ist eine KfW-Förderung sinnvoll.

Um in puncto energetische Sanierung auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir Ihnen, einen Energieberater zu Rate zu ziehen. Für das Sicherstellen der Steuerersparnis ist der Steuerberater Ihres Vertrauens ganz sicher eine gute Anlaufstelle. Für eine Fachberatung für die richtigen Fenster und Türen kommen Sie gerne zu uns. Termine vereinbaren Sie telefonisch für Brombach unter 06084-420 oder für Taunusstein unter 06128-91480.